Voller Fluss

Das bedeutet Sungai-Penuh, das umgeben ist von Reisfeldern, und dessen Gebiet zu den größten Zimt- Anbaugebieten der Welt gehört. Die Plantagen bedecken eine Fläche von 42500 ha, und es werden jährlich 13000 t geerntet, was etwa 70% der gesamten indonesischen Zimtproduktion ausmacht.

Die Stadt liegt 101°25‘ / -2°02‘, hat ca. 10000 Einwohner. Das Kerinci Gebiet bewohnen 40000 Menschen. Es gibt eine Vielzahl sehenswerter Wasserfälle, von denen der bekannteste wohl der Telun Berasap sein wird, mehr als 50 m hoch ist, und 65 km von Sungai-Penuh entfernt ist. Außerdem gibt es noch zwei bekannte Sumpfgebiete im Kerinci Dstrict: Ladeh Panjang mit 150 ha, welches das höchstgelegene Sumpfgebiet in Sumatra ist, und Heimat für eine Vielzahl von Wildtieren, wie Tiger, Rehe, wilde Ziegen und anderen. Das zweite Gebiet sind die Bento Sümpfe beim Dorf Pauh Tinggi, 50 km von Sungai Penuh. Diese Sümpfe haben ihren eigenen Charakter welche dominiert wird von Clessia Heocandia und Eugina Spicata, das die Oberfläche des Sumpfes bedeckt.

Fauna - Flora

Hier eine kleine Ausschnitt von Fauna und Flora im Kerinci Seblat National Park (KSNP). Mehr als 4000 Species Pflanzen von 63 Familien wurden bis jetzt im Park gefunden. Dipterocarpaceae, Burseraceae, Lauraceae, Meliaceae, Myrtaceae, Leguminosae, Euphorbiaceae, Moraceae, Anicardiaceae und Myristicaceae.

Im Park leben mindestens 306 Species Vögel von 49 Familien, und 42 Species Säugetiere von 19 Familien, und über die unzähligen Arten von Reptilien, Fischen, und Insekten, bestehen bisher noch keine Aufzeichnungen.

Süße Rinde

Dieses Gebiet ist nur unter schweren Bedingungen zu erreichen, aber für die Zukunft soll ein Airport geplant sein. Zimtbaum, gemeinsamer Name für mehrere Arten aus der Familie der Lorbeergewächse, deren Rinde ein beliebtes Gewürz liefert. Die bekannteste Art ist der eigentliche Zimtbaum oder Ceylonzimtbaum, aus dem der geschmacklich beste Zimt gewonnen wird, der unter dem Namen Kaneel bekannt ist. Er stammt aus Sri Lanka, wird aber in vielen anderen tropischen Ländern Südostasiens sowie in Brasilien angebaut. Der Baum wird bis zu etwa zwölf Meter hoch und für die Kultur nach Art der Kopfweiden immer wieder stark zurück geschnitten, um den Austrieb anzuregen und dadurch den Ertrag zu erhöhen. Wenn sich die Rinde braun zu färben beginnt, schneidet man die nun zweijährigen Triebe ab. Zu diesem Zeitpunkt sind sie etwa 2,5 Meter hoch und haben am Grund einen Durchmesser von etwa fünf Zentimetern. Nachdem man alle Blätter und Zweige der Triebe entfernt hat, schält man die Rinde ab und lässt sie eine Nacht lang fermentieren. Am nächsten Tag wird die äußere Rinde abgeschabt, um die besonders aromatische, innere Rinde freizulegen, die sich dabei von beiden Seiten her längs aufrollt. Anschließend wird sie getrocknet und erlangt dabei ihre typische, gelblichbraune Zimtfarbe.

Zimt hat ein sehr charakteristisches, stark duftendes Aroma und einen süßlichen, durchdringenden Geschmack. Er wird seit frühesten Zeiten als Gewürz in vielen Gerichten und Backwaren verwendet, aber auch zur Verfeinerung von manchen Getränken, zur Parfümierung von z. B. Seifen und in einigen Medikamenten.

Csavera cennamon

Kaseyopera (Kayu Manis) - die Rinde wird nach Amerika exportiert und dort zu Gewürz verarbeitet.

Systematische Einordnung: Zimtbäume gehören zur Familie Lauraceae. Der eigentliche Zimtbaum oder Ceylonzimtbaum heißt botanisch Cinnamomum zeylanicum.

Air Hangat

Heute am Montag habe ich mich auf die Suche nach Informationen über den Gunung Kerinci gemacht. Es ist verwunderlich, oder ich habe mich jedenfalls etwas gewundert, und konnte es zu Anfang überhaupt nicht glauben, aber ich habe so ein Info Center gefunden, in dem auch einer war der etwas Englisch konnte. Eigentlich gibt es dieses Office noch gar nicht, denn sie wollen erst (vielleicht) nächsten Monat öffnen. Er hat mir aber einige Informationen geben können, und wenn sie geöffnet haben, dann bieten sie unter anderem auch Touren auf den Gunung Kerinci und zum Danau (Lake) Gunung Tujuh an. Ich hab zigmal nach dem Weg gefragt, nach Wasserstellen, nach Schutzhütten, nach Entfernungen, nach Zeiten, und ob er mir einen Guide besorgen kann, aber ich war mir nicht sicher, ob er mich richtig versteht, und die Antworten waren alles andere als eindeutig. Er meinte aber, dass bald sein Freund kommen würde, der schon einige Male auf dem Vulkan gewesen sei. Bald darauf kommt ein Mann in grüner Uniform, der aber noch schlechter Englisch kann wie ich Indonesisch, und außerdem ist er nicht derjenige, der schon mehrmals aufgestiegen ist. Aber sie bieten mir an, dass sie für mich, weil sie ja offiziell noch gar keine Touren anbieten, als Promotion eine Tour mit Guide organisieren - für Umsonst. Wenn ich will, können wir morgen gehen, dann ist der Guide bestimmt zurück. Ich frage noch nach den heißen Quellen (Air panas), worauf er mir gleich anbietet, mich mit seinem Moped dorthin zu bringen. Eigentlich wollte ich mit dem Bus allein dorthin, doch weil es inzwischen schon nach Zwölf ist, und der alltägliche Regen bald einsetzen wird, nehme ich sein Angebot an. Die heißen Quellen waren wohl mal eine Art Kurort, aber inzwischen scheint kein Interesse mehr zu bestehen, und die Anlage verfällt zunehmend. Es wird nur noch ein kleines Häuschen genutzt, wo man ein Bad in dem schwefelhaltigen Wasser nehmen kann. Der Swimmingpool ist leer, und die meisten Souvenir- Stände auch. Im Zentrum der Anlage befindet sich die eigentliche Quelle, ein Loch, mit vier Metern Durchmesser, aus dem brodelndes Wasser kommt. Ein Mann mit einer Plastiktüte nähert sich dem kochenden Wasser, aus der Tüte zieht er ein schwarzes Huhn, er bindet eine Schnur an die Füße, und hängt es ins Wasser. Nach ein paar Minuten zieht er es wieder heraus, rupft dem Tier die Federn aus, und wirft es wieder hinein. Während neben ihm eine Frau Bananen kocht, zieht er ein Netz mit vier Eiern aus der Tüte und lässt diese ebenfalls ins Wasser gleiten. Der Kurort scheint zu einem Koch- Ort avanciert zu sein.  Ich frage mich nur, ob das gerupfte Federvieh nicht etwas nach Schwefel schmeckt.

Weil wir bald Regen befürchteten, habe ich auf ein Bad in dem kleinen, schmuddeligen Häuschen verzichtet, und bin mit dem Jungen zurück in die Stadt gefahren. Bevor wir ins Office sind, habe ich ihn noch zu Padang Food in einem Rumah Makan eingeladen. Gegen Fünf sind wir dann wieder an seinen Arbeitsplatz, wo inzwischen auch schon der Junge (24 Jahre) aus Padang zurückgekommen ist. Er ist Feuer und Flamme, und erklärt sich sofort bereit, mit mir auf den Vulkan zu steigen.  Angeblich war er schon 16-mal oben. Zumindest hat er einen genauen Zeitplan, und eine genaue Karte, auf der Höhenangaben und Shelter eingezeichnet sind. Obwohl ich noch einige Bedenken wegen des Wetters habe, verabrede ich mich mit ihm für Dienstag um Neun im Office. Ich kaufe noch etwas zum Essen für die nächsten?? Tage (falls wir während der Tour Regen haben, kann es länger als die geplanten zwei Tag dauern) und gehe früh zu Bett.

Promotion

Des weiteren bieten die Jungs von Wisata Alam eine zweitägige Tour auf den Gunung Kunyit an, auf der man außer an Reisfeldern, einem imposanten Wasserfall, seltenen Bäumen, heißen Quellen, auch Sungai hangat passiert, ein See, der am Morgen warm ist, und sich im laufe des Tages immer mehr abkühlt. Vom Gunung Kunyit hat man eine beeindruckende Aussicht über das Tal mit der Stadt Sungai Penuh. Traditionelle Tänze, vermieten Motorräder,